Das ist hier die Frage. Ich dachte, irgendwie müsste es bei mir hier christlicher und nächstenlieber zugehn. Da mir zum um sich greifenden Memorandismus aber nichts Christliches einfiel, hab ich's lieber gelassen. Allerdings erreichte mich heute in der (zweiten ) Predigt eine gute Nachricht-entgegen allen Eindrücken, die man in letzter Zeit gewinnen musste:
Dialog ist nicht das achte Sakrament!
Ich folgere daraus, dass Dauernörgelei immer noch nicht als Nachweis besonderer Inspiration zu gelten hat. Schade nur, dass man für eine solche Erkenntnisse kostspielige, zeitaufwendige Zugfahrten auf sich nehmen muss- hinein ins talarbekleidete schröööckliche Mittelalter.
Manchmal ist's aber einfach nötig, um sich von der geballten, plüschbewehrten Banalität manches neuen Kirchenliedes zu erholen. Ihr wisst schon- Gott, der Rainbow-Warrior, der mit seinen kräftigen Händen uns immer und überall den Rücken stärkt, damit es auf der Welt ganz schön und gerecht zuzgeht; der eine Grillparty schmeißt mit Lagerfeuer, wenn wir die bösen Konzerne in Jesu Namen durch das Kaufen von Tazpresso im Kirchenladen in die Knie gezwungen haben. Ich beantrage in diesem Sinne die Aufnahme folgenden tollen Liedes über Gott ins Paderborner Liederbuchs- wenn Elton John das Imprimatur erteilt:
Je ne regrette rien würde theologisch natürlich auch passen.
Die schlechte Nachricht bleibt: wenn mir etwas vom Verkündigten unangenehm ist, muss ich mich wohl ändern.
War das jetzt christlich?
Sonntag, 10. April 2011
Montag, 8. November 2010
Freitag, 29. Oktober 2010
Und ich schreibe wie:
Friedrich Nietzsche
Hähä! Hol mich die Syphilis- ein Umwerter aller Werte muss heutzutage wohl katholisch sein.
(OK- ich gebe zu das Ergebnis Goethe empfand ich als unverschämte Anspielung auf meine Geheimratsecken...)
Fällt so ein Test eigentlich unter "Eitelkeit"?
Wim Wenders: Film über Missbrauch?
Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem heiklen Thema ist aber nicht zu erwarten, schon gar nicht die für die täglichen Opfer dringend nötige Weitung des pathologisch fehlixierten Tunnelblicks der gleichgeschalteten "Kulturschaffenden" unserer Gesellschaft:
"Niemand kann in dieser Situation Sympathie für die Kirche empfinden. Es gibt keinen Grund, Verbrecher zu beschützen".
"Niemand kann in dieser Situation Sympathie für die Kirche empfinden. Es gibt keinen Grund, Verbrecher zu beschützen".
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Wann ist ein Mensch tot?
Der Frage ob, der allgemein anerkannte Hirntod, ein geeignetes Kriterium zur Feststellung des Exitus ist, geht ein hörenswerter Podcast des Deutschlandfunks nach. Darin sagt eine Mutter, die kurz nach der Bekanntgabe des Hirntodes ihres Sohnes,durch den Arzt zur Freigabe von dessen Körper aufgefordert wurde:
"Das ist eigentlich nicht die richtige Frage, weil es ganz eindeutig ist, wann ein Mensch tot ist. Das kann jeder erkennen. Die Frage ist nur, wie ist es möglich, dass man es plötzlich infrage stellt, dass wir plötzlich alle nicht mehr wissen sollen, wann man tot ist."
Ein Podcast, der sich der Frage widmet, warum man das Offensichtliche heute bei Bedarf zum Scheinbaren erklärt, wäre auch mal interessant.
"Das ist eigentlich nicht die richtige Frage, weil es ganz eindeutig ist, wann ein Mensch tot ist. Das kann jeder erkennen. Die Frage ist nur, wie ist es möglich, dass man es plötzlich infrage stellt, dass wir plötzlich alle nicht mehr wissen sollen, wann man tot ist."
Ein Podcast, der sich der Frage widmet, warum man das Offensichtliche heute bei Bedarf zum Scheinbaren erklärt, wäre auch mal interessant.
Montag, 20. September 2010
Voller Erfolg für Benedikt
Damian Thompson spricht gar von einem Triumph Bendedikts und von der Schmach der selbstgerechten "Säkularisten". Das Problem der Letzteren scheint aber eher das ganz und gar Untriumphale am Auftreten des Heiligen Vaters gewesen zu sein. Diesem selbst in Brokat so schüchtern und verletzlich wirkenden Mann, der demütig und doch unbeirrbar mit sanfter Stimme eine Botschaft vorträgt, die gar nicht seine eigene ist, mit Megaphonen, intellektueller Selbstgefälligkeit, romophoben Parolen und nacktärschiger Selbstinszenierung etwas entgegen setzen zu wollen, ist schon fast drollig. Glaubte man wirklich, man müsse nur mit bloßen Backen und güldenen Engelsflügelchen wedeln, dann werde man den Felsen schon ins Wanken bringen? Und dann gab's angesichts solcher Geschichten noch nicht mal genug Aufmerksamkeit. Hoffentlich findet Dawkins nicht heraus, dass Benedikt auch noch geistreichere Bücher verfasst (vielleicht sollte man dem armen Kerl ein paar rote Schuhe zukommen lassen?).
Jedenfalls scheint man sich in GB die Augen zu reiben: das war nun Gottes Rottweiler?
Die Moral von der Geschicht: Der heilige Geist ist kein Schreihals, doch übertönt man ihn nicht.
Jedenfalls scheint man sich in GB die Augen zu reiben: das war nun Gottes Rottweiler?
Die Moral von der Geschicht: Der heilige Geist ist kein Schreihals, doch übertönt man ihn nicht.
Montag, 13. September 2010
Peter Tatchell
schreibt im Guardian über seinen Papstfilm, dass eines seiner Motive für sein Propagandamachwerk, die Weigerung des Heiligen Vaters sei, Kondome zur HIV-Bekämpfung zuzulassen.
Der allgemeine "gesunde Mainstreamverstand" hält Päpste aus diesem Grund ohnehin für Völkermörder. Nun sollte man annehmen, dass aufgrund des schändlichen Treibens dieser anmaßenden Kirchenfürsten in katholischen Gegenden Afrikas kaum noch nicht Infizierte leben. Aber, um mal ein paar Zahlen herauszugreifen
Land / Anteil der Katholiken an der Bev./ HIV Prävalenz
Südafrika / 8,6% / 18,1%
Namibia/ 20% /15,3%
Botswana/ 9,4% / 23,3%
Mozambique /31%/ 12,5%
Angola / 60% / 2,1%
Äq.-Guinea/ 80% / 3,4%
In katholischen Ländern Afrikas ist die HIV Prävalenz offenbar tendenziell niedriger. Woran mag's liegen? Ideen?
(Zahlen laut Wikipedia und UCSF)
Der allgemeine "gesunde Mainstreamverstand" hält Päpste aus diesem Grund ohnehin für Völkermörder. Nun sollte man annehmen, dass aufgrund des schändlichen Treibens dieser anmaßenden Kirchenfürsten in katholischen Gegenden Afrikas kaum noch nicht Infizierte leben. Aber, um mal ein paar Zahlen herauszugreifen
Land / Anteil der Katholiken an der Bev./ HIV Prävalenz
Südafrika / 8,6% / 18,1%
Namibia/ 20% /15,3%
Botswana/ 9,4% / 23,3%
Mozambique /31%/ 12,5%
Angola / 60% / 2,1%
Äq.-Guinea/ 80% / 3,4%
In katholischen Ländern Afrikas ist die HIV Prävalenz offenbar tendenziell niedriger. Woran mag's liegen? Ideen?
(Zahlen laut Wikipedia und UCSF)
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